Eisvogel – Oder wie man ewig versucht

Ich habe schon etwas länger nichts mehr geschrieben, aber natürlich bin ich immer noch am Fotografieren und stelle auch oft neue Bilder online. Diese könnt ihr natürlich in meinen Fotoalben sehen. 🙂 Heute jedoch möchte ich Euch mal wieder was zum Lesen geben.

Eisvögel, selten und auffällig. So ziemlich jeder Tierfotograf möchte wohl welche erwischen, aber das ist nicht so einfach.

Meine erste Begegnung fand nur aus sehr großer Entfernung satt, und aufgrund vieler Blätter um ihn herum war mir ein Fokussieren nicht wirklich möglich, zumindest hat er nicht lange genug gewartet, bis ich damit fertig war. 😉 ABER: Immerhin schon mal gesehen. Jedoch an einer Stelle, an der ich eher selten bin und mittlerweile wurde er dort auch schon länger nicht mehr gesehen (vermutlich war der letzte Winter zu schwierig für ihn).

Die zweite Sichtung geschah an der Soeste. Ich hatte gerade ein anderes Objektiv drauf (24-70 mm) und das ist nicht so wirklich geeignet dafür, aber als er dann an mir vorbei flog und sich in einen Baum über der Soeste setzte, musste ich schnell wechseln. Leider war ich nicht schnell genug (oder er war zu ungeduldig) und ich habe ihn noch ganz kurz im Vorbeiflug erwischt, jedoch nicht ganz. (Das Foto dazu kann ich momentan leider nicht wiederfinden…)

Meine dritte Begegnung war dann an einer Vogelbeobachtungshütte, an der ich jedoch nicht mit einem Eisvogel gerechnet hätte. Es war auch nur kurz etwas blaues im Augenwinkel, zum eindeutigen Identifizieren (und ablichten) war es eindeutig zu kurz. Die Sicherheit, dass es einer war gab mir dann jemand, der auch gerade dort war und ihn kurz danach gesehen hat.

Die vierte Begegnung war dann wieder an der Hütte, und dieses Mal konnte ich sogar zwei sehen, die zusammen flogen.
Dieses Mal reichte es zum identifizieren, aber nicht zum Kamera hochreißen, fokussieren und abdrücken. Der Winkel wäre jedoch auch alles andere als optimal gewesen, da man dort nicht vor die Hütte gehen kann um sich eine bessere Stelle zu suchen (auch gut so).

Und dann kam der 25.10.2021, ein Urlaubstag.
Während mein Auto in der Werkstatt stand und seine Winterschuhe bekommen hat, beschloss ich meine Kamera zu schnappen und dort einen Rundgang zu machen. Das Wetter hat leider gar nicht mitgespielt: Es war dunkelgrau bewölkt und es war auch nicht wirklich Besserung in Sicht. Ich hoffte jedoch dennoch auf den einen oder anderen Greifvogel.
Diese ließen sich allerdings gar nicht blicken. Nach einiger Zeit kam ich an einen Teich, der zugänglich war und neugierig wie ich manchmal bin 😉 habe ich mich dort dann mal umgesehen, ob da interessante Motive sein könnten. Und was war das? Hab ich da was blaues gesehen? Tatsächlich, ein Eisvogel. Plötzlich und unerwartet.

Eisvogel

Da saß er, etwa 40 Meter von mir entfernt bei extrem schlechten Lichtverhältnissen. Aber natürlich versucht man dann dennoch sein Glück und richtet die Kamera auf ihn.

Eisvogel

Natürlich kann man in so einer Situation nicht auf den Hintergrund achten (oder ihn gar ändern durch Stellungswechsel), also ist eben jener dann mal unruhig.

Eisvogel

Leider ist die Bildqualität wie erwartet nicht so toll, wie ich sie gern gehabt hätte. Aber dennoch freue ich mich, ihn endlich mal erwischt zu haben. 🙂
Nun warte ich immer auf eine neue Gelegenheit für bessere Fotos.
Bisher bin ich noch drei Mal dort gewesen, aber leider erfolglos. Natürlich gebe ich nicht auf, denn vertrieben kann ich ihn eigentlich nicht haben. Das nächste gute Wetter mit verfügbarer Zeit ist ihm wieder gewidmet.

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