Fotostammtisch: Lost Place

Wir haben uns in der Fotostammtischrunde die Gedanken gemacht, öfter mal was mit Kamera zu unternehmen. Möglichst abwechselnd mit den Treffen im Kulturbahnhof. Ob und wie das klappt, wird die Zeit zeigen. 😉
Nachdem wir letztes Jahr ja das Thema Lightpainting hatten (wir haben es einigen näher gebracht, die das noch nie versucht hatten), war dieses mal das Thema Lost Place an der Reihe.

Nun ist es ja nicht so, dass man in Ruinen, bzw. verlassenen Gebäuden einfach so reinspazieren darf (und kann). Mir persönlich war immer wichtig, dass ich dafür keinen Hausfriedensbruch begehen muss. Und das wäre, wenn man sich keine Erlaubnis beim Eigentümer einholt, wohl immer der Fall.
Die einen nennen es Angst, die anderen Respekt vor fremden Eigentum. 🙂
Hier kam uns der Zufall zu Hilfe, dass ein Mitglied mit Vitamin B die Erlaubnis erhalten hat, dass wir da rein durften.
Es ist ein Wohnhaus, eigentlich ganz schnuckelig und schön abgelegen (Standort gebe ich nicht raus!), zuletzt in den 1970ern bewohnt (wenn ich es recht in Erinnerung habe). Glücklicherweise war nichts einsturzgefährdet, so dass wir alles betreten konnten.

Das Haus hat schon bessere Tage gesehen

Ich hatte bisher keine praktische Erfahrung mit der Thematik, also mal was neues. Etwas, bei dem ich erstmal herausfinden muss, ob es mich reizt und wie ich dabei vorgehe.
Erwartungsgemäß war es da drinnen dunkel, und man musste aufpassen, wohin man tritt. Aber wofür hat man eine Taschenlampe dabei (die man in der Tasche lässt :D).
Scherz beseite. Man konnte zwar wenig sehen, aber der Lichteinfall durch die kaputten Fenster hat gereicht, damit man wusste, wo man hintreten kann ohne sich die Füße zu brechen.

JPG – out of camera

Nun war es ja mein erstes Mal Lost Place, und ich habe mir überlegt, dass ich die Thematik nicht mit extra Beleuchtung angehe, sondern nur über Langzeitbelichtungen und dem vorhandenen Licht. Je nach Bedarf auch mit verschiedenen Belichtungen.
Ich hatte für die meisten Aufnahmen mein Walimex 14mm 2.8 Pro dabei und die Canon EOS R6, sowie natürlich mein Stativ.
Das Objektiv ist völlig manuell, also Blende und Fokus musste ich am Objektiv einstellen, bei 14mm ist es aber auch nicht ganz so schwer, genug scharf zu haben. 😉 Je nach Bedarf habe ich dennoch die Blende geschlossen um sicher zu gehen. Da die Daten nicht in den Exif gespeichert werden, weiß ich nicht mehr, was ich wie bei welchem Bild eingestellt hatte, aber die Blende dürfte immer zwischen 8 und 11 gewesen sein. Die Fokusentfernung auf einen wie ich denke, gute Punkt eingestellt.

Da ich ja zu 99% meine RAW mit darktable selber „entwickel“, musste ich hier auch erstmal meinen Stil finden, wie ich diese Bilder dann letztlich gestalten will. Ich denke auch, dass ich den noch nicht gefunden habe, daher sind diese Bilder natürlich nicht unbedingt zukunftsweisend. 😉
Bisher habe ich dazu auch erst 2 Bilder „fertig“, und bei diesen habe ich versucht, den Zeitgeist einzufangen, wenn man es so nennen will. Zumindest mit der Farbgebung 😉

Ein völlig typisches 70er Jahre Wohnzimmer

Wenn es jedoch zu einer Gegenlichtsituation kam, bin ich nicht richtig herangegangen. Ich dachte, ich komme da mit zwei Belichtungen hin, damit weder das innere unterbelichtet, noch das äußere (Blick durch das Fenster) überbelichtet wird. Nächstes Mal nehme ich jedoch eine große Belichtungsreihe. 🙂

Tapeten wieder an die Wand geklebt, und das sieht wie neu aus 😉

Die Bearbeitung fand im wesentlichen in der Form statt, dass ich in darktable aus allen Belichtungen in HDR erstellt habe, und dort dann entsprechend vorgegangen bin. Dabei habe ich festgestelt, dass man das auch erstmal verstehen muss. 😀

Die letzten beiden Bilder sind auch etwas größer in meinen Fotoalben, aber es kommen bestimmt auch noch die restlichen dazu, je nachdem wie ich die Zeit finde. 🙂

2 thoughts on “Fotostammtisch: Lost Place”

  1. Dafür, das Du „probiert“ hast, sehen die schon cool 🤗👍 aus!!! Bin gespannt, ob und was da noch von Dir kommt 🤗

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.