Rückblick: Ein gutes Jahr Vogelfotografie

Bei einer TV-Serie würde man von einer Art Clipshow sprechen, aber mir ist gerde danach, etwas zu schreiben. 😉
Vor etwas über einem Jahr habe ich mit der Vogelfotografie angefangen. Und dabei auch noch einiges gelernt. Aber von vorne.

Ich war schon seit jeher eher an technischen Dingen interessiert, als an der Natur und insbesondere den Tieren.
Sicher, damals hatten wir auch einen Hund, und ich mochte ihn (und mag die meisten Hunde eh). Aber ich meinte jetzt mehr die wild lebenden. Also statt Hund, Katze, Maus eher Adler, Fuchs und Tiger.
Ok, um einen wild lebenden Tiger zu sehen müsste ich wohl auf einen anderen Kontinent, aber ob man es glaubt oder nicht, Adler und Fuchs habe ich (leider) auch noch nicht vor die Linse bekommen. 😉
Angesteckt damit hat mich übrigens Kiki, die schon länger mit der Kamera auf Vogelfang ist.

So habe ich mir also letztes Jahr im März, rechtzeitig zum ersten Corona-Lockdown, ein Objektiv mit längerer Brennweite zugelegt: Das Sigma 120-400 mm F4,5-5,6 DG OS HSM.

Da der Lockdown ja durchaus Spaziergänge in der Natur zugelassen hat (es gab hier ja keine Ausgangssperre) und man durch ansonsten eingeschränkte Freizeitmöglichkeiten mehr Zeit hatte, war das wohl ein guter Zeitpunkt dafür.

Mein Hauptziel bei den Vögeln sind da von vornherein Greifvögel gewesen. Sie wirken auf mich imposant, und eben nicht „niedlich“ wie kleine Singvögel. Sicher, die kann man auch auf’s Korn nehmen, aber das Hauptziel sind sie eben nicht. 😉
Dann noch schlau gemacht, welche Belichtungszeiten wohl erforderlich sind, um Flügel trotz der Bewegung noch scharf zu bekommen, und ab ging es.

Meine ersten Versuche fanden nicht weit von hier entfernt statt, und ich habe sogar recht schnell Bussarde entdecken können (geschätzt habe ich damals 2 oder 3 verschiedene), aber die waren immer nur oben, sehr weit oben am Kreisen. Aber hey, immerhin habe ich welche gesehen. 😉 Natürlich auch versucht mit der Kamera zu erwischen. Manchmal mehr, manchmal weniger gut.

Mäusebussard

Was macht man, wenn man nicht genug Wunschmotive findet? Man nimmt andere. So mussten dann halt doch vermehrt Sing- und Wasservögel herhalten. Und gerade Wasservögel sind recht einfach zu erwischen, die kommen sogar manchmal näher, statt gleich abzuhauen. 🙂

Möwe

Irgendwann besuchte mich dann Kiki, und wir haben uns zusammen umgeschaut. Vorher sagte sie immer, die Gegend scheint doch ideal für Greifvögel zu sein, sie kann sich kaum vorstellen, dass hier so wenige sind.
Tja, was soll ich sagen… jetzt glaubt sie es, versteht es aber nicht. Bei ihr zu Hause sind da wesentlich mehr zu sehen, da haben wir zusammen dann auch mal (aus der Erinnerung heraus) rund 15 Greifvögel zusammen auf einem Feld sitzen sehen (ohne Kamera dabei). Kann ich hier nur von träumen. 😉

Seither halte ich also immer Ausschau nach den Tieren, und sehe sie dann aber in den unmöglichsten Situationen, in denen ich kein Foto machen kann. Aber… ich lerne dabei (und durch kundige Information von Kiki) wo die unterwegs sind, wie sie sich verhalten usw.
Manchmal erkenne ich zwar nicht (gleich), was das für einer ist, das liegt dann aber oft auch an meinen Augen. 😉
Der Greifvogel, an den ich am dichtesten heran kam, war der Turmfalke vom Beitragsbild. Die Exif sagen mir, dass der Fokus auf gut 13 Metern war, das kommt gefühlt auch gut hin. 🙂 Danach flog er dann leider weg.

Irgendwann letztes Jahr /(Frühling/Sommer) habe ich auch ein Vogelfutterhäuschen auf meinen Balkon gestellt. Sicher, da kommt kein Bussard hin, aber dann eben doch ein paar Singvögel. Und Tauben. 🙁 Die Tauben futtern immer das meiste Futter weg, und alle anderen mussten sehen, was übrig bleibt.
Mittlerweile habe ich diese vom Häuschen ausgesperrt (Erstmal nur mit einfachem Klebeband den Zugang verkleinert), jetzt kriegen die nur noch, was die anderen runter fallen lassen. 😉 😀
Ich sag euch, die Taube hat echt verzweifelt versucht in das Häuschen zu kommen, aber keine Chance mehr.
Seither sehe ich auch wieder Meisen zu Besuch, was vorher nur ein Mal der Fall war. Ob da ein Zusammenhang besteht? wer weiß.

Blaumeise

Nun weiß ich also in was für Gegenden ich Greifvögel finden kann (sofern dort welche leben) und ich bin immer wieder auf der Suche danach. Erst vor kurzem war ich im Osterfeiner Moor, da dort aktuell wohl zwei Paare Seeadler zu finden sind, aber die habe ich leider noch nicht gesichtet. Dafür gab es da dann einiges an Wasservögeln, und dort hatte ich auch zum ersten Mal eine Brandgans gesehen … und das dann zu einer Geschichte gebaut. 😉

Der Höhepunkt an Aktion auf dem Bild war eindeutig der Kampf der zwei Bussarde, die Kiki und ich auf Fotojagd dann zufällig neben der Straße auf einem Feld entdeckt haben. Immerhin 17 Bilder haben es in mein Fotoalbum geschafft. Es waren natürlich etliche Auslösungen mehr, die Kamera bekam da keine Ruhe. 😉

Bussardkampf

Auch Turmfalken durfte ich bei der Fütterung, oder eher der Übergabe einer Maus beobachten, war auch sehr interessant. Wenn auch leider etwas weit oben auf dem Dach einer Kirche.

Turmfalkenjunges kriegt Futter

Auch eine Eule kam mir mal vor die Linse, eigentlich sogar mehrere. Genauer eine Waldohreule. Gefunden jedoch nur durch einen Tipp, die sind wirklich schwer zu finden, selbst wenn man weiß, dass sie da sind.

Waldohreule

Bereut habe ich den Schritt in die Vogelfotografie nicht, im Gegenteil, es kann spannend und entspannend sein, und man sieht die Welt wieder mit anderen Augen.

Und nun hoffe ich natürlich, noch das ein oder andere Highlight beobachten und festhalten zu können, drückt mir die Daumen. Wenngleich natürlich auch noch andere Bereiche der Fotografie bleiben, ich will mich da gar nicht auf eines zur Zeit festlegen. 🙂

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